Eine Grundsatzfrage: HörBUCH oder HörSPIEL

Dieses Thema im Forum "Hörspieltalk" wurde erstellt von hoerfrosch, 2. April 2017.

  1. hoerfrosch

    hoerfrosch New Member Aktivist

    ...und wenn Buch dann UNGEKÜRZT oder darf es auch gekürzt sein?

    Also, wenn ihr euch für eine Story interessiert und es gibt zufällig beides, Hörbuch und Hörspiel, wozu greift ihr zuerst?

    Bei mir ist es recht eindeutig das SPIEL. Zuletzt die Tore der Welt von Ken Follett. Leider finde ich weder Kens Schreibstil so richtig packend noch seine Handlungen übermäßig aufregend konstruiert. Aber da mich das Setting der Historie durchaus interessiert ist das Hörspiel mein Königsweg :smiley:

    Aber ich bin gespannt auf eure Ansichten...

    PS: Sorry wenn es so einen Thread schon geben sollte, bei schneller Durchsicht konnte ich nix finden.
     
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  2. Spatzerl77

    Spatzerl77 New Member Aktivist

    Also hier definitiv ungekürzt und Hörbuch :smiley: brauch das monotone vllt daran um mein eigenes Kopfkino zu befeuern, mich irritieren sprecherwechsel und geräuschkulisse beim hörspiel eher :D
     
  3. frozenmushroom

    frozenmushroom New Member Aktivist

    Warum man sich Bücher vorlesen läßt, habe ich nie verstanden. Szenisches Sprechen, Geräuschkulisse und gerade das Fehlen auktorialer Beschreibungen machen das Radio lebendig. Ein Hörbuch ist dagegen, als nutze man einen Fernseher nur zur Lektüre des Videotexts.
     
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  4. mischbeck

    mischbeck New Member Aktivist

    @ frozenmushroom... Beim Autofahren lässt sich schlecht lesen und leider gibt es ja nicht jedes Buch auch als Hörspiel :wink:
     
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  5. flusen

    flusen New Member Aktivist

    Hörbuch (ungekürzt) :thumbsup:
     
  6. death.ch

    death.ch New Member Aktivist

    Ich mag am liebsten Hörbücher ungekürzt.
    Obwohl es auch wirklich gute Hörspiele gibt (Die drei Fragezeichen), bin ich eher auf der Hörbuchschiene, das geht dann irgendwie mehr in die Tiefe und man kann auch mal kurz weghören um nicht gleich den kompletten Faden zu verlieren.
     
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  7. AngieBockel

    AngieBockel Active Member Aktivist

    In englisch gibt es FCA (Full Cast Audio), da werden Bücher ungekürzt mit verteilten Rollen vorgelesen.

    Die Steigerung davon ist Graphic Audio, diese US-Firma produziert Titel mit professionellen Sprechern, Musik und Geräuscheffekten (praktisch Hörspiele - jedoch ungekürzt).
    Gedacht ist das für Fernfahrer (davon gibt es in den USA sehr viele), die meisten Bücher sind aus dem Fantasy, Abenteuer, Western, SF, Horror und Postapokalyptischen Bereich.
    z.B. "Kelvin of Rud" von Piers Anthony, "Serrano Lagacy" von Elizabeth Moon, "Spellsinger" von Alan Dean Foster, "Mistborn" von Brandon Sanderson, "Deathstalker" von Simon R. Green, "Corum" von Michael Moorecock, um nur einige zu nennen...

    Bei dem Einleitungssatz "Graphic Audio - a Movie in your Mind" spitzen sich mir schon wohlig die Ohren... :headphones:



    (...und ich mag es ungekürzt... :wink: )
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. April 2017
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  8. ErwinS

    ErwinS New Member Aktivist

    Ich wüsste gar nicht, was ich eher bevorzugen würde... bisher habe ich nur zwei Hörspiele gehört, dafür deutlich mehr Hörbücher... bei letzteren haben dann die (männlichen) Vorleser meist versucht ihre Stimmen etwas zu verstellen... hier fand ich vor allem Chrisoph Maria Herbst als Leser bei "Er ist wieder da" war zu wegschmeißen... :D
    Der Schwarm als Hörspiel war schon teilweise recht aufregend... :flushed:
    Aber wie schon oben geschrieben, wüsste ich nicht, was ich bevorzuge... beim Hörbuch gehen manchmal die Dialogwechsel verloren, was bei Hörspiel nicht passiert, da ja die Stimmen eindeutig wechseln... Schwierig, schwierig...

    EDIT:
    Achso, und natürlich ungekürzt... ich hab die gekürzte Version von (puh, war es "Hunger Games" oder "Divergent"?!) gehört, hatte aber vorher das Buch gelesen, und fand es grauenhaft, was da alles weggelassen wurde... Da fehlte teilweise total der Kontext, und einige wichtige Hintergrundinfos...
     
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  9. heuchler

    heuchler Member Aktivist

    Ungekürztes Hörbuch. Da kann man die eigene Phantasie richtig spielen lassen.
    Zum lesen taugen meine Augen nicht mehr viel. Da bekomme ich nach kurzer Zeit Kopfschmerzen.
     
  10. Imke

    Imke Member Aktivist

    Es kommt auf das Thema an und wer es spricht. Im Prinzip mag ich Hörbücher lieber als Hörspiele. Furchtbar finde ich Autorenlesungen. Meist haben die keine Sprecher oder Schauspielerausbildung. Die Ostfriesenkrimis von KP Wolf zB sind eigentlich toll, aber vorlesen kann der nicht. Da sind die Krimis von Bernd Stelter schon was anderes vom Vorlesen her.

    Viel schlimmer sind doch die ganzen gekürzten Hörbücher. Schaut man dann noch auf den Preisunterschied zum gedruckten Buch muß sich doch kein Verlag wundern, wenn sich Leute nach alternativen Quellen umschauen.
     
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  11. gooselk

    gooselk New Member Aktivist

    Mir geht es wie den meisten hier. Das ungekürzte Hörbuch ist meine Domäne. Und dann am liebsten noch Monumental-Epen, die im ganzen locker über 100 Stunden lang sein dürfen.
    Gekürzt geht gar nicht.
     
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  12. frozenmushroom

    frozenmushroom New Member Aktivist

    @mischbeck Beim Autofahren läßt sich prima lesen. Nur Mut! :wink:
    Die Bearbeitungen von Romanen oder Filmen sind selten so gut wie ausschließlich für den Rundfunk geschriebene Stücke. Die Anforderungen an Dramaturgie und Erzähltechnik sind besondere. Und für alle, die mir nun beachtenswerte Ausnahmen aufzählen möchten, fange ich mal mit "Der Name der Rose" (BR/NDR/SWF 1986) an....
     
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  13. westkind

    westkind New Member Aktivist

    Am Liebsten mag ich ungekürzte Hörbücher. Ich bin kein Freund von wechselnden Stimmen und Geräuschkulissen. Die einzigen 2 Hörspiele, die ich gut "vertagen" habe war der Alchemist von Paulo Coelho & die WDR Fassung vom Herr der Ringe. Auch gehen gut kurze Kinderserien wie Hui Buh etc. Ansonsten favourisiere ich eindeutig das Hörbuch.
     
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  14. hoerfrosch

    hoerfrosch New Member Aktivist

    Vielen lieben Dank für die rege Diskussion :smiley:
    Ja, bei den Hörbüchern ist die Stimme des Lesers natürlich entscheidend. Ganz großartig finde ich da übrigens die Terry Pratchett Lesungen von entweder Rufus Beck oder Boris Aljinovic.

    Hmmmm, das Full Cast Audio Angebot hatte noch gar nicht auf dem Schirm, das muss ich mir genauer anschauen!
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 9. April 2017
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  15. w0wz0r

    w0wz0r New Member Aktivist

    Hörspiel, definitiv. Aber das Graphic Audio klingt sehr interessant.
     
  16. homeseed

    homeseed New Member Aktivist

    Beides hat seine Berechtigung, je nach Stimmung halt. Hörspiele sind ja meistens eher kürzer und eher auch mla für zwischendurch geeignet. Hörbücher sind toll, wenn man Zeit hat und die der Sprecher die Geschichte gut rüberbringt.
     
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  17. Humptydumpty

    Humptydumpty New Member Aktivist

    Zum Einschlafen tendiere ich eher zu Hörbüchern, da die gleich Stimme und keine Soundeffekte besser passen. Aber zur Unterhaltung und auf Autofahrten finde ich Hörspiel abwechslungsreicher.
     
  18. lilradon

    lilradon New Member Aktivist

    Ich hör aktuell nur Bildungsbücher, also sinds bei mir nur Hörbücher (ungekürzt).
    Wobei ich den Gedanken von Hörspielen schon auch ansprechend finde.
     
  19. Takayama

    Takayama New Member Aktivist

    Gekürzte Hörbücher gehen gar nicht. Normalerweise bevorzuge ich ungekürzte HörBÜCHER, aber ab und zu eine Folge drei ??? oder Sherlock Holmes hör ich mir auch an. Ab und zu gibt es auch echt gute Hörspiele im Radio.
     
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  20. hunsifunsi

    hunsifunsi New Member Aktivist

    Wie schon andere hier geschrieben haben gibt es gute Gründe sich ein Buch vorlesen zu lassen. Neben den hier genannten (beim Autofahren, bei Sehschwäche) möchte ich gerne noch die Leseschwäche (Dyslexie) hinzufügen. Bei mir ist das meist so, dass ich mich sehr aufs lesen an sich konzentrieren muss wenn ich ein Buch selbst lese, wenn es mir vorgelesen wird kann ich mich komplett auf den Inhalt konzentrieren, das macht es meist angenehmer.

    Du schreibst, dass das szenisches Sprechen, Geräuschkulisse und das fehlen auktorialer Beschreibungen das Radio lebendiger machen. Setzt man dieses Argument fort wäre der Film durch Mimik, Gestik, Bühnenbild etc. nochmals um einiges lebendiger, das raubt dem Hörspiel aber nicht die Daseinsberechtigung.

    Abstrakt unterscheiden sich dann Buch, Hörbuch, Hörspiel und Film durch den Anteil der Geschichte, der der eigenen Vorstellung überlassen wird. Meine Lehrerin in der Oberstufe hat einmal gesagt, dass sie sich die Harry Potter Filme nicht anschauen möchte, weil sie in ihrer Phantasie schon ein bild von Harry Potter hat (also weil sie die Bücher gelesen hatte) und das möchte sie nicht durch die Filme "überspielen". Damals konnte ich das nicht verstehen aber heute gefallen mir die Bilder meiner Phantasie häufig besser, als die Bilder die Hollywood malt.

    Wenn ich mich nun zwischen Hörbuch und Hörspiel entscheiden müsste würde ich wohl eher das Hörbuch nehmen, allein weil ich die Geräuschkulissen und das szenische Sprechen in Hörspielen häufig als zu aufdringlich empfinde.
     
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