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Bienenweide

Dieses Thema im Forum "Garten" wurde erstellt von Quellwasser, 26. April 2018.

  1. Quellwasser

    Quellwasser New Member Aktivist

    Hallo zusammen,
    im Moment ist ja das Bienen und Insektensterben groß in den Medien. Ich würde gerne, anstatt den perfekt getrimmten Rasen, eine Blumenwiese anpflanzen. Hat jemand schon Erfahrung dazu und kann ein bestimmte Saat empfehlen? Ist es sehr arbeitsaufwändig bzgl. bewässern? Kann man die Saat einfach ausstreuen oder muss man die Saat in umgegrabene Erde geben.
    Schon mal vielen Dank für eure Hilfe
     
  2. Zam Pano

    Zam Pano Well-Known Member Aktivist

    Es gibt Saatmischungen, die laufen unter dem Namen "Sommerwiese", welche farbenfroh und pflegeleicht sind. Du kannst Dich entscheiden, ob hoch- oder nierdrigwachsend, mit oder ohne Gräser oder Kräuter. Die haben meist 30 oder mehr verschiedene Pflanzen und geben einen bunten Garten. Einfach die Tüte im Garten verstreuen. Kann dann so aussehen:
    [​IMG]
     
    Zampano gefällt das.
  3. Quellwasser

    Quellwasser New Member Aktivist

    Hui, das ist genau das was ich gesucht habe. Weißt du zufällig ob man dafür die Erde umgraben muss, oder kann man sowas auch auf dem Rasen ausstreuen?
     
  4. triple

    triple Hörbuch süchtig Mitarbeiter SuperModerator

  5. Ufa

    Ufa New Member Aktivist

    Zur Aussaat sollte der Boden frisch umgegraben oder gefräst sein.
     
  6. Kuala

    Kuala New Member registriertes Mitglied

    Wenn du ein bisschen mehr Platz hast ist eine Saalweide auch recht schön und ein Gewächs das sehr früh blüht wenn die Varoa geschädigten Völker aus der Winterruhe kommen. Stauden sind auch gut für Schmetterlinge.
     
  7. saugbart

    saugbart New Member registriertes Mitglied

    Grundlagen:
    - je weniger Nährstoffe im Boden, desto besser wachsen blühende Kräuter
    - bei mehr Nährstoffe können sich auf Dauer die Gräser besser durchsetzen und die Kräuter wieder verdrängen.
    - je höher du den Rasenmäher einstellst, desto besser können Kräuter wachsen, weil deren Knospen für den Wiederaustrieb etwas über dem Boden liegen (bei Gras direkt am Boden)


    Wenn du eine große Fläche in eine Blühwiese umwandeln wöchtest, viel Geduld und wenig Maschinen hast, würde ich eine Wildblumenmischung kaufen und diese erstmal auf kelinen Flächen innerhalb der großen Fläche aussähen. Mit der Zeit verteilen sich bei guter Pflege die Saamen schon über die ganze Fläche. So kannst du auch gut strukturieren wenn du z.B. noch einen Sitzbereich mit dichter Grasnarbe im Blumenmeer haben möchtest. Wenn du noch einen zusätzlichen Beitrag für den Naturschutz leisten möchtest, dann kaufst du Saatgut, dass aus deiner Region kommt. Das ist etwas teurer und schwerer zu bekommen, aber es stellt sicher, dass du keine Pflanzen aus z.B. Rumänien bekommst, die an ein ganz anderes Klima angepasst sind. Das nutzt dir, weil die Pflanzen wahrscheinlich besser wachsen und das nutzt den Wildpflanzen in deiner Umgebung, weil ihre genetischen Anpassungen nicht durch fremds Erbgut verfälscht werden. Dieses Saatgut nennt sich Regiosaatgut oder autochtones Saatgut und gibt es unter anderem hier (will dir aber nicht den Spaß am googeln nehmen :wink: )
    http://www.regiosaatgut-hessen.de/regiosaatgut
    http://www.saaten-zeller.de/regiosaatgut
    ...
    hatte es aber auch schon mal billiger gesehen.
    Immer darauf achten, dass du auch eine Region auswählen kannst, aus der die Samen kommen. Gibt auch Seiten, die schreiben was von Regiosaatgut, aber welche Region sie meinen, ist nicht klar.

    Auf den kleinen Flächen die Grasnarbe etwas anreißen, also mit einem harten Metallrechen den Boden etwas aufreißen und die Samen darauf verteilen. Mehr ist dabei nicht unbedingt besser. Evtl die Flächen markieren, damit du nach einem Jahr noch weißt, wo sie waren :wink: Manche Samen gehen auch erst im Herbst oder im zweiten Jahr auf, also nicht zu schnell enttäuscht sein.

    Wichtig für den Erhalt Blumenwiese ist die Mahd: Man darf weder zu oft noch zu niedrig mähen. Den Rasenmäher zumindest auf den Blühflächen soch hoch wie möglich einstellen (bis 8cm) und zwei Mal im Jahr mähen.
    Erste Mahd im Sommer Anfang bis Mitte Juli. Dann sollten schon die ersten Samen reif sein.
    Zweite Mahd ab Mitte September bis Ende Oktober. So hatten die Kräuter noch mal Zeit zum blühen und zur Samenreife und die Wiese ist fitt für den Winter und den neuen Austrieb im Frühjahr.
    Wenn du eine große Fläche hast, kannst du auch erstmal nur einen Teil mähen und den Rest dann drei-vier Wochen später (im Herbst eher zwei). So hast du noch Büten fürs Auge und die Bienchen was zum Futtern.
    Auf den Flächen, auf denen die Blüten stehen, nach der Mahd das Mahdgut noch etwas liegen lassen. So können Samen noch nachreifen, ausfallen und für neue Pflanzen im nächten Jahr sorgen. Einfach des Schnittgut zu kleine Reihen zusammenrechen und alle paar Tage wenden. Dabei die Heu-Reihe einfach "umschupsen" und neben der alten Stelle liegen lassen. Nach ca. zwei Wochen kann das Heu dann runter von der Fläche. Solche Häufchen mit Blüten und Samen können dann auch zur Ausbreitung auf der restlichen Fläche verteilt werden (gleich nach der Mahd).
    Auch auf den Flächen, auf denen noch keine oder nur wenige Blüten wachsen das Mahdgut unbedingt entfernen. Dadurch werden dem Boden Nährstoffe entzogen und die Gräser treten zurück. Die blühenden Kräuter bevorzugen Flächen, die wenige Nährstoffe bieten. Klingt komisch, ist aber so. Daher auch unbedingt auf Dünger verzichten!!


    Wünsche dir viel Erfolg (und Geduld).